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Psychotherapie bei Neurosen

Was ist eine Neurose?

Unter einer Neurose versteht man eine seelische bzw. psychosozial bedingte Gesundheitsstörung ohne nachweisbare organische (körperliche) Grundlage.

Es handelt sich also um eine krankhafte Störung der Erlebnisverarbeitung. Oder etwas ausführlicher: Es gab bzw. gibt offenbar in diesem Leben bisher nicht gelöste Konflikte (die bis in die Kindheit zurückreichen können), die später wieder zum Problem werden und sich in seelischen, psychosozialen oder körperlichen (dann meist psychosomatischen) Krankheitszeichen äußern.

Das Verhalten des Betroffenen kann zwar stark beeinträchtigt sein, bleibt aber im Allgemeinen innerhalb sozial akzeptierter Grenzen. Auch die Persönlichkeit bleibt erhalten (was nicht bei jeder seelischen Störung zu erwarten ist, man denke nur an die Schizophrenien).

Wichtig: Die neurotischen Krankheitszeichen sind unmittelbare Folge oder sogar symbolischer Ausdruck (z. B. Herzneurose) des krankmachenden seelischen Konfliktes, der aber unbewusst bleibt.

Unter unbewusst bzw. dem Unbewussten versteht man seelische Vorgänge, die ablaufen, ohne dass man direkte Kenntnis von ihnen hat bzw. ohne dass man sie in voller Bewusstseinshelle registriert und kritisch hinterdenkt. Beispiele: Wunschvorstellungen, bedürfnisgesteuerte Motivationen, Einstellungen u. a.

Bei den Neurosen handelt es sich also – wie bereits erwähnt – häufig um misslungene Verarbeitungs- und Lösungsversuche unbewusster Konflikte, die bis in die Kindheit zurückreichen können (aber nicht müssen) und die durch eine bestimmte auslösende Situation wieder aktiviert werden.

(quelle: Prof. Dr. med. Volker Faust – http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/neurosen.html)

Therapie von Neurosen

Whärend die Behandlung mit psychotherapie sollen die Betroffenen lernen, besser mit ihren Ängsten, Zwängen usw. umzugehen und diese so gut wie möglich abzubauen. Teilweise sind die Einstellungen der Betroffenen bereits sehr verfestigt, sodass es lange dauert, bis das Verhalten geändert werden kann. Zusätzlich können auch Medikamente vom Psychiater verordnet werden.